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Old 12-21-2006, 06:12 AM   #1
Resurrected
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"Endless sea of loss" first interviews online

In the meanwhile several interviews with us talking about the new album are online. Feel free to check them out at www.metalius.de, www.metalstorm.de, www.neckbreaker.de and www.burningmisery.com
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Old 06-16-2007, 08:59 AM   #2
Mictlan
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www.metalius.de is down! So it isn't possible to read this interview anymore! But here's the I've done with Thomas in it's original version!

Resurrected Interview 24.11.06
www.resurrected.net (auch Bildquelle)

Teaser: Resurrected sind einfach ein fabelhaftes Beispiel dafür, dass wir uns um den deutschen Death Metal keine Sorgen machen brauchen.

Resurrected sind einfach ein fabelhaftes Beispiel dafür, dass wir uns um den deutschen Death Metal keine Sorgen machen brauchen. Denn mit „Endless Sea Of Loss“ legen die deutschen Todemetaller ein Album vor, das locker internationalen Standard halten kann. Metalius bat Gitarrist Thomas Granzow zum Gespräch.

Hallo Thomas! Erst mal meinen Glückwunsch für euren überaus gelungenen neuen Schädelspalter “Endless Sea Of Loss”! Ihr habt ja in zwei verschiedenen Studios aufgenommen. Gitarren und Bass im Soundlodge Recording Studio, Schlagzeug und Vocals hingegen im Catacomb Productions. Welche Gründe hattet ihr für diesen Schritt?

* Thomas_Hi Jörn, erstmal danke für das Hammerreview und dieses Interview ! Die Arbeitsweise, ein Album in zwei Studios aufzunehmen, hatte sich seinerzeit bei „Blood Spilled“ schon bewährt. „Catacomb Productions“ ist unser bandeigenes Studio, in dem wir unsere Ruhe haben und ohne zeitlichen Druck aufnehmen können. Darüber hinaus isses natürlich billiger bzw. es kostet gar nix, im eigenen Laden zu arbeiten. Im Gegensatz zur „Blood Spilled“ lief es aber diesmal komplett verkehrt rum, da wir erst wegen eines fix gebuchten Studiotermins ohne Schlagzeug alle Gitarren und den Bass aufnehmen mussten, wir hätten den Termin im Soundlodge unmöglich noch mal nach hinten legen können. War schon komisch, ohne Drums im Hintergrund Gitarre einzuspielen, hehe. Nachdem der Saitenkram im Kasten war, konnten wir uns dann endlich an die Schlagzeug- und im Endeffekt an die Gesangsproduktion machen. Das ist übrigens noch einer der Gründe, warum wir in letzter Zeit studiotechnisch immer splitten – Carsten vertraut seine Vocals grundsätzlich nur mir an, wir kennen uns so lange, er kann mir am Gesicht ablesen, ob ein Take klasse oder für die Tonne war…

Zudem scheint ihr ja noch ein Schlagzeugerproblem gehabt zu haben. Mit Adriano Ricci hat ein Sessiondrummer die neue Resurrected Scheibe eingeholzt. Und mit Hazim Fouad habt ihr augenscheinlich einen neuen Drummer gefunden, der aber noch nicht in die Aufnahmen involviert gewesen ist. Was war denn da bei euch los?

* Dieses Problem tat sich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt auf, genau eine Woche, bevor wir mit den Schlagzeugaufnahmen beginnen wollten. Michael fühlte sich nicht mehr fit genug und sagte, ihm fehle die Motivation und Kraft, das neue Album einzuholzen, was für uns ein herber Schlag war, da er ein dicker Freund ist und zudem Gründungsmitglied von RESURRECTED war. Da die Aufnahmen aber nun definitiv anstanden, musste spontan ein Sessiondrummer her, und was war da für mich nahe liegender, als Adriano zu fragen, der zusammen mit mir bei Grind Inc. spielt und von dem ich aufgrund seiner spielerischen Qualitäten wusste, dass er DER Mann ist, der das in der kurzen Zeit auf die Reihe kriegen kann. Adriano sagte auch noch am selben Abend zu. Für eine langwierige Drummersuche war einfach keine Zeit mehr. Entgegen unserer Erwartungen lief uns dann auf einem Konzert in Essen ein paar Wochen später Hazim über den Weg, den wir einfach mal abchecken wollten; und siehe da, das jammen war super mit ihm, so dass er bald fest zur Band gehörte… Eigentlich ein echtes Wunder, gute Trommler wachsen bei uns echt nicht auf den Bäumen, und dafür ist die Suche echt schnell sehr erfolgreich gewesen…

Eure Wurzeln liegen ja ganz klar beim amerikanischen Death Metal. Nun kenne ich leider eure Vorgängeralben nicht (Asche auf mein Haupt!!!), aber “Endless Sea Of Loss” kann meines Erachtens absolut locker mit den Releases von Bands wie Suffocation, Malevolent Creation oder Morbid Angel mithalten. Wie seht ihr das so als unmittelbar beteiligte Musiker?

* Eine echte Ehre, mit solchen Größen verglichen zu werden, vielen Dank ! Vor zehn Jahren waren wir da sicher noch ein wenig euphorischer, da passten Ego und Selbstbewusstsein
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Old 06-16-2007, 09:00 AM   #3
Mictlan
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durch keine Tür; mittlerweile betrachten wir das Ganze allerdings wesentlich nüchterner. Die von Dir beschriebenen Bands vergöttere ich, sie haben Death Metal Geschichte geschrieben und uns maßgeblich beeinflusst, das geht sicherlich vielen Musikern des Genres so. An deren Thron kann niemand rütteln, sie sind dafür verantwortlich, dass wir überhaupt solche Musik machen. Dennoch gibt es für „Endless Sea Of Loss“ sicherlich Platz zu Füssen dieses Throns (lacht)!

Erzähl doch bitte etwas über den Songwritingprozess zu “Endless Sea Of Loss”. Wie entstehen bei euch die Songs?

* „Endless Sea Of Loss“ ist für unsere Verhältnisse recht vielseitig entstanden. Früher haben wir die Songs ausschließlich zusammen im Proberaum geschrieben, irgendwer hatte einne Idee und wir haben dann mehrere solcher Ideen zu einem Song zusammengebaut, irgendwann hatte man seine neun Songs zusammen und ging ins Studio. Das haben wir zwar auch diesmal zum Teil wieder gemacht, allerdings war von vornherein klar, dass auf dem Gesamtwerk auch ein, zwei Nummern stehen sollten, die etwas grooviger zu Werke gehen und einen Kontrast zu den schnellen restlichen Songs bilden sollten, außerdem hab‘ ich einige Nummern auch komplett alleine geschrieben. „End Of A Decade“ beispielsweise, da war Michael schon nicht mehr dabei und ich wollte ihm noch eine musikalische Widmung hinterlassen.

Euer Sänger Carsten ist für die Texte verantwortlich. Kannst du etwas über deren Inhalte verraten? Vor allem über “...And She Loves It Anal”. Hat Carsten mit dieser Sexualpraktik extrem gute oder schlechte Erfahrungen gemacht, haha?

* Na ja, Du mutmaßt sicherlich nicht verkehrt, was Carstens „griechische“ Vorliebe angeht, hahaha… Er steht halt drauf, und wehe, die Weiber nicht (lacht)! Ich bin bei den Texten bis auf die Refrains echt absolut unwissend, was er da verbrät, er benutzt wie die alten Obi nur unzusammenhängende Textfragmente, die sich um Gore, Sex und Horror, beziehungsweise eine Mischung daraus, drehen. Mir verrät er davon nix, das ist seine ganz persönliche Nummer. Es ist im Studio schon schwer genug, ihn mal davon zu überzeugen, dass eine leicht abgewandelte Gesangslinie vielleicht besser käme, bevor ich so einen Vorschlag bringe, setz‘ ich zum Eigenschutz vorsichtshalber schon mal einen Stahlhelm auf, hahaha…

Nicht nur die Produktion und die Songs selbst, sondern auch das Coverartwork von “Endless Sea Of Loss” ist obergeil! Wer ist denn für die Illustration verantwortlich?

* Da ist Juan Jose Castellano für verantwortlich, der auch schon für „Blood Spilled“ den Pinsel geschwungen hat. Ist ein geniales old-school Death Metal Cover geworden, oder ? Da hat der gute Juanjo sich definitiv selbst mit übertroffen… Er hat auch schon Merchlayouts beispielsweise für Incantation gemacht, ein echtes Genie ! Die ganzen Layoutgeschichten über das eigentliche Cover hinaus hab‘ ich dann wieder in die eigenen Hände genommen.

Resurrected wurden bereits 1993 gestartet, also zu einem Zeitpunkt, als der Death Metal, bedingt durch den damals gerade stattfindenden Durchbruch des Black Metal, erfolgsmäßig ziemlich am Boden lag. Was hat euch damals dazu bewogen, auf sämtliche Trends zu scheißen und stur euer Ding durchzuziehen?

* Damals ist ein Großteil der Duisburger Death Metal Szene erstaunlicherweise nicht zum Black Metal, sondern in die Hardcore-Szene abgewandert, die gesamte DM-Szene bestand im Endeffekt dann nur noch aus uns, andere Bands des Genres gab’s nicht mehr. Aber gerade das hat uns dazu getrieben, das Ding stur durchzuziehen, wir waren halt damals schon ECHTE Death Metal Fans und sind nicht einfach einem Trend hinterhergelaufen, wir liebten die Musik, auch wenn wir ziemlich alleine da standen. Unsere ersten Auftritte liefen dann auch dementsprechend ab, wir waren die einzige DM-Band im Billing jedes Abends, die anderen Kombos machten entweder HC oder Melodic-Death, der damals auch ziemlich hip war, es waren Paradise Lost’s große Tage… Das hat sich erst geändert, als wir 1996 anfingen, überregional zu spielen. Da waren dann endlich auch mal Prügelbands aus ganz Deutschland am Start. Dass es 1993 mit dem Death Metal derart bergab ging, hatte glaube ich nur bedingt mit dem aufkommenden Black Metal zu tun, der Death Metal war salonfähig
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Old 06-16-2007, 09:00 AM   #4
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Mictlan slam gang member
geworden, Carcass, Morbid Angel und andere liefen tagsüber im MTV bzw. bei VIVA und die Plattenfirmen nutzten die Gelegenheit, die Zitrone mit einer Überspülung von überflüssigen Releases bis zum letzten Tropfen auszupressen. Als dann andere Musikrichtungen erfolgversprechender wurden, da keiner mehr einen Überblick hatte, wurden die Bands fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel – bestes Beispiel sind da wohl Roadrunner Records… Ich hab‘ den heutigen Black Metal zum ersten Mal bewusst übrigens mit Dark Thrones „A blaze…“ wahrgenommen, die erste Scheibe war noch so geiler Schweden Death und dann so was, bei Cradle Of Filth im Vorprogramm eines Mini-Billings in der Essener „Zeche Carl“ wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte – sieh‘ sie Dir heute an…

Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede innerhalb der (Death) Metal Szene von 1993 und 2006? Positiv wie negativ.

* Heute ist alles wesentlich einfacher; es gibt E-Mail, da kannste Dir das lästige Briefe schreiben zu anderen Bands oder Konzertveranstaltern schon mal komplett sparen, das Internet hat meiner Ansicht nach die weltweite Szene zusammenrücken lassen, Plattformen wie MySpace sind ideal, sich als kleine Band selbst zu promoten, so was hätte ich mir 1993 gewünscht. Allerdings war es 1993 noch alles recht übersichtlich, was die Bands angeht, heute wird mir jede Woche ein neuer Act empfohlen, der angeblich wieder alles in Grund und Boden prügelt. Insgesamt hat die musikalische Qualität der Bands heutzutage in technischer Hinsicht echt monströs zugelegt, besonders, was die Newcomer angeht. Ich möchte mich nicht dazu hinreißen lassen, zu sagen, früher war alles besser, jede Zeit hatte ihre Vor- bzw. Nachteile; insgesamt fühle ich mich aber im Jahre 2006 wohler, auch wenn die jugendliche, musikalische Verblendung und Euphorie dem Wissen um die nüchternen Realität gewichen ist…

Innerhalb von 13 Jahren Bandgeschichte werdet ihr doch sicherlich so einiges erlebt haben. Was waren denn so die besten, die witzigsten und traurigsten Momente in eurer bisherigen Karriere?

* Der traurigste Moment für uns war Michaels Ausstieg, er stellte eine Zeit lang die Existenz der Band in Frage beziehungsweise auf eine harte Probe. Es ist aber ein großer Trost für uns, mit Michael weiterhin gut befreundet zu sein, es erleichtert vieles. Erlebt haben wir so wahrlich einiges und vieles, was man hier echt niemandem erzählen kann, hahaha, dafür war das echt zu übel. Ständig in Erinnerung wird uns das Milwaukee Metal Fest 2000 bleiben, wir waren nur dieses eine mal in den US of A und konnten da auf dem seinerzeit größten Indoor-Festival zocken, die Amis sind ein echt krasses Publikum, die rennen vor der Bühne im Kreis und hauen sich gegenseitig auf’s Maul, hahaha. Ich dachte erst, watt geht denn da ab ??? Außerdem haben wir da viele Leute persönlich getroffen und gesprochen, die wir nur aus E-Mailkontakten kannten. In Tschechien haben wir mal ein komisches Open Air gespielt vor knapp acht Jahren, die Bühne stand auf Baumstämmen und die dahinterliegende Kuhweide samt Belegung war nicht abgezäunt, die Kühe kamen für jede neue Band, die da oben stand, jeweils mal kurz gucken, hähähä. Die können froh sein, dass ich keinen Grill dabei hatte…

Wenn du dir dein Traumpackage für eine Tour mit Resurrected zusammenstellen dürftest, wie welche Bands wären außer deiner eigenen Truppe noch dabei?

* Suffocation, Deicide und Cannibal Corpse – ohgottohgottohgott !!!!

Wo wir schon beim Thema Tour sind. Existieren bereits Pläne, um “Endless Sea Of Loss” live zu promoten?

* Na klar, wir haben 2007 einiges auf der Pfanne – im April/Mai touren wir mit Deranged und Master durch Europa, dann kommt am Wochenende 07.-09.06.2007 der Festival-Hattrick mit dem „Deathfeast Open Air“, „Gahlen Moscht“ und dem „Protzen Open Air“. Zudem versuchen wir noch, ein paar andere Festivals klar zu bekommen, am liebsten würde ich jedes Festival beackern, leider wird das wohl Wunschdenken bleiben, hahaha. Dazu kommen wie immer noch ein paar Einzelshows, zunächst mal am 04.02. in Köln im „MTC“, ich hoffe, da kommt noch einiges hinzu…

Die letzten Worte gehören dir, Thomas!

* Jörn, tausend dank‘ für dieses Interview, ich hoffe, es hat Euch ein bißchen Spaß gemacht, wir sehen uns bei einem Konzert, garantiert…

Jörn Offeney
joern.offeney@metalius.de
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